Allgemeine und ergänzende Informationen
Checkliste hinsichtlich Planung einer
PV-Anlage
Mit
einer (PV)-Photovoltaik-Solaranlage wird Strom aus
Sonnenlicht erzeugt. Die Bundesregierung unterstützt die
verstärkte Nutzung regenerativer Energien und setzt zunehmend
auf die Solarenergie. Nachfolgend die wichtigsten
Solar-Informationen für die Planung & Errichtung von
Solaranlagen im Überblick:
(Dach)-Flächenbedarf:
Zur
Gewinnung von Strom mittels Solarenergie braucht man eine
geeignete Aufstellungsfläche für die Solarmodule
(Solarmodul: Bauelement, das mehrere Solarzellen enthält).
Um Solarzellen mit einer Leistung von 1 kW installieren zu können,
werden ca. 10 m² Aufstellungsfläche benötigt.
Mehrere Solarmodule werden zu einer Solaranlage verschaltet.
Wieviel PV-Strom produzieren Solarzellen bzw. Solarmodule? Die
produzierte solare Strommenge (kWh) hängt hauptsächlich
vom regionalen Standort in Deutschland, von der Ausrichtung
(Himmelsrichtung) und vom Aufstellungs-Neigungswinkel ab.
Faustformel: Pro kW installierter Solarleistung kann mit einer
Stromerzeugung zwischen 700 und 1.300 kWh Solarstrom im Jahr
gerechnet werden. Bei einer 10 kW-PV-Anlage (ca. 100 m²
Flächenbedarf) schwankt die jährliche Solarstromernte
somit zwischen 7.000 und 13.000 kWh. (Vergleich: Der Strombedarf
für einen 4 Personenhaushalt beträgt ca. 4.000
kWh/Jahr).
Solarstrom-Vergütung Die Vergütung für den
erzeugten Solarstrom ist gesetzlich im Erneuerbaren-Energien
Gesetz (EEG) geregelt. Für Anlagen auf Gebäuden oder an
Lärmschutzwänden (Anlagengröße bis 30 kW)
beträgt der Vergütungssatz (Errichtung im Jahr 2007)
beispielsweise 49,2 cent/kWh. Die Vergütung wird 20 Jahre vom
Stromnetzbetreiber (meistens Ihr Stromversorger) an den Betreiber
der Solaranlage gezahlt. Weitere Infos und gesetzliche Grundlagen
über weitere Vergütungssätze bei Anlagen über
30 kW, Freilandanlagen, etc. erhalten Sie auch gerne bei uns. Die
Vergütung wird für die erzeugte solare Strommenge
gezahlt, unabhängig davon, was man selbst an Strom
verbraucht. Die Bundesregierung misst mit der aktuellen
Förderpolitik der solaren Stromerzeugung eine hohe Bedeutung
bei. Die Entscheidung für eine Solaranlage wird somit nun für
jedermann finanziell sehr attraktiv. Für Anlagen, die 2007
installiert werden, erhalten Sie für den in das öffentliche
Stromnetz eingespeisten Strom eine Vergütung von bis zu 49,21
Cent / kWh und das über einen Zeitraum von 20 Jahren
plus das Jahr der Inbetriebnahme vom Gesetzgeber garantiert. Somit
ist es am sinnvollsten, den gesamten Solarstrom in das öffentliche
Netz einzuspeisen und den für den Haushalt benötigten
Strom weiterhin zu den wesentlich niedrigeren Konditionen zu
beziehen. Für die Errichtung von Photovoltaikanlagen besteht
jetzt die Möglichkeit die gesamte Anlage und Montage
zinsgünstig bis zu 100% zu finanzieren. Bei der Beantragung
der Finanzierung werden wir Sie selbstverständlich gerne
unterstützen.
Investitionen
& Erlöse: Was eine PV-Solaranlage kostet Die
Investitionskosten für Solaranlagen zur Stromerzeugung
schwanken derzeit zwischen 4.500 und 5.800 Euro (netto) je
installiertem kW, inkl. Installation. Für die Errichtung
einer 10 kW PV-Anlage müssen daher zwischen 45.000 und 58.000
Euro investiert werden. Unterstellt man beispielsweise eine
Stromerzeugung von 850 kWh pro installiertem kW, dann werden bei
einer 10 kW-Anlage 8.500 kWh x 49,21 cent/kWh = 4.182,85 Euro
jährlich erlöst (20 Jahre lang). Für Versicherung,
Wartung, Sonstiges, etc. werden derzeit jährlich 1 - 2
Prozent der Investitionskosten angesetzt.
Solaranlagen-Händler,
PV- Modul-Hersteller Sie planen, eine Photovoltaikanlage zu
bauen? Rufen Sie uns einfach an. Wir arbeiten mit namhaften
Herstellern von Solarmodulen, Montagesystemen, Wechselrichtern
etc. zusammen. Gerne kommen wir auch Ihren Wünschen entgegen
und arbeiten Ihnen Alternativ-Angebote aus. Weitere Infos, wie
hoch die Solarstrahlung an Ihrem Standort ist, ermitteln wir
unkompliziert und schnell für Sie, damit Sie einen ersten
Überblick bekommen.
Technik
& Netzanschluss Die
gängigsten und am häufigsten eingesetzten Solarmodule
bestehen aus multikristallinen Solarzellen. Amorphe Solarzellen
sind zwar preisgünstiger, haben aber einen deutlich
geringeren Wirkungsgrad (geringere jährliche
Solarstrommenge). Die Solaranbieter gewähren i.d.R. eine
Solarzellen-Garantie über 20 Jahre (= Investitionslaufzeit).
Damit der erzeugte Solarstrom in das Stromnetz eingespeist
werden kann, benötigt man einen Netzanschluss. Den Anschluss
und die Installation des zusätzlich erforderlichen
Stromzählers stellen wir bei Auftrag bei Ihrem zuständigen
Stromnetzbetreiber und führen die Inbetriebnahme mit dem
zuständigen Stromnetzbetreiber durch.
Mit dem Inkrafttreten der VDE-Norm 0100-712 am
01.06.2006 ist eine Trenneinrichtung „sog.
Generator-Freischalter“ auf der DC-Seite einer PV-Anlage
verbindlich vorgeschrieben. Unsere Empfehlung: Zum Schutz
Ihrer PV-Anlage sollten Sie sich Generator-Freischalter mit
Überspannungsschutz installieren lassen.
Solarförderung
& Finanzierung Die Vergütung für den
erzeugten Solarstrom erfolgt nicht aus staatlichen Steuermitteln.
Die Stromnetzbetreiber sind gesetzlich verpflichtet, die Vergütung
für den Solarstrom zu bezahlen. Derzeit zahlt ein
durchschnittlicher Haushalt etwa 1 Euro pro Monat mehr für
die umweltfreundliche Stromerzeugung, bezogen auf alle
regenerativen Energiequellen. Staatliche Zuschüsse zum Kauf
von Solaranlangen werden noch von einigen wenigen sowie einigen
Kommunen gewährt. Zinsgünstige Kredite werden von der
Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW (Tel.: 069-7431-0 )
vergeben. Ein Kredit-Formular der KfW und weitere Infos erhält
man über jede Hausbank.
Wirtschaftlichkeitsberechnung Die
Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Solaranlage ist von
zahlreichen Faktoren (Höhe der Investitionskosten, Erlöse,
Zinssatz, persönlicher Steuersatz, Anteil Eigenkapital/Fremd-
kapital, jährliche Betriebskosten, etc.) abhängig.
Lassen Sie sich ggf. von Ihrem Steuerberater beraten. Wenn die
Höhe der Investitionskosten, der Zinssatz, persönliche
Steuersatz, Anteil Eigenkapital/Fremdkapital feststeht erstellen
wir Ihnen gerne eine vollständige
Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Weitere
Infos zur Planung einer PV Solarstromanlage
Genehmigung
Die Genehmigung von Solaranlagen zur Stromerzeugung geschieht
durch die Bauordnungsämter. Zuständig für die
Gesetzgebung sind die Länder (Landesbauordnungen). In der
Regel sind Solaranlagen schlicht genehmigungsfrei, sofern sie an
der Fassade, auf Flachdächern oder in der Dachfläche
errichtet werden. Einige Länder bestehen auf einer
Genehmigungspflicht für Anlagen, die aus dem Baukörper
hervorspringen. Weitere Einschränkungen können durch
örtliche Bebauungspläne oder andere Vorschriften für
die bauliche Gestaltung vorgegeben werden (z. B. denkmal-
geschützte Bauten). Hinweis: Für eine
PV-Freiflächenanlagen wird auf jeden Fall eine Baugenehmigung
benötigt. Bitte erkundigen Sie sich bei der Planung einer
Photovoltaik-Anlage bei der zuständigen Bauordnungsbehörde
nach bestehenden Vorschriften hinsichtlich der Genehmigung der
Anlage.
Statische
Anforderungen und Installation Das zusätzliche
Gewicht, welches durch eine PV-Anlage herbeigeführt wird,
beträgt ca. 0,25 kN/m² und überschreitet in der
Regel nicht 15 % der Gesamtlast, für die der Dachstuhl
ausgelegt ist. Allerdings sollte bei größeren
Dachneigungen bzw. windexponierten Standorten eine individuelle
Prüfung der Dachstatik erfolgen. Die Installation der
Solarmodule auf dem Dach ist relativ leicht machbar. Auf
Schrägdächern werden die Solarmodule üblicherweise
auf eine Unterkonstruktion mit einigen Zentimetern Abstand zum
Dach montiert. Werden die Solarmodule schon während der
Bauphase in das Dach integriert, dann können Kosten für
Dachziegel eingespart werden. Eine optimale Nutzung der
Strahlungsenergie ergibt sich mit der Montage der Module auf nach
Süden ausgerichteten Dächern mit einer Dachneigung von
45°. Jedoch haben Untersuchungen ergeben, dass hier Toleranzen
möglich sind. So werden beispielsweise für alle
Dachausrichtungen von Südost bis Südwest und
Dachneigungen zwischen 10° und 50° mindestens 95 % der
maximalen Energieausbeute erreicht. Die erwartete
Lebensdauer von Solarmodulen liegt heute bei weit über 25
Jahren, jedoch sollte man zum Ende dieser Zeit mit einer etwa 10%
Minderung der ursprünglichen Leistung pro Modul rechnen. Aus
diesem Grund ist eine einwandfreie Montage wichtig, damit keine
Schäden bezüglich der Haltekonstruktion oder der
elektrischen Verdrahtung auftreten und so ein langfristiger
Einsatz der Solarmodule möglich wird. Aus diesem Grunde
sollte die Installation von Fachleuten vorgenommen werden.
Weltenergieverbrauch

Marktentwicklung
Photovoltaik

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